Demokratiewerkstatt

Auf dem Bild steht eine Frau vor einer Tafel mit der Beschriftung "Strategische Vernetzung"

Demokratiewerkstatt Bautzen & Görlitz

  • Wieso sind Frauen in der Kommunalpolitik so wenig vertreten?

  • Vor welchen Herausforderungen stehen Frauen in der Kommunalpolitik?

  • Wie können diese abgebaut werden?

  • Und wie können Frauen in der Kommunalpolitik sichtbarer werden?


Solche und ähnliche Fragen waren Gegenstand sogenannter Demokratiewerkstätten, die vom Deutschen LandFrauenverband organisiert und in Kooperation mit den Modellregionen teils regional umgesetzt wurden.

In angeleiteten Workshops setzten sich Teilnehmende mit Themen wie der Sichtbarkeit von Frauen und den Rahmenbedingungen in der Kommunalpolitik sowie einer starken Demokratie auseinander. Dialog und Diskussion standen dabei im Vordergrund, ebenso der (Erfahrungs-)Austausch und die Betrachtung des jeweiligen Themas aus verschiedenen Perspektiven.

Die Werkstattgespräche hatten zum Ziel, Sensibilität für Themen rund um Frauen in der Kommunalpolitik zu schaffen sowie Impulse für mögliche Handlungsstrategien zu setzen und Veränderungsprozesse anzustoßen. Außerdem sollten sie Orte der Vernetzung und der Motivation für die Übernahme kommunalpolitischer Ämter sein.


An wen richtete sich das Angebot?

Pro Modellregion fand eine Werkstatt vor Ort statt. Zusätzlich wurden Online-Werkstätten, die überregional allen interessierten Frauen offenstanden, sowie ein zentrales Werkstattgespräch für die LandFrauen in Berlin angeboten.

Je nach Themenmodul sollten verschiedene Zielgruppen angesprochen werden: Interessierte sowie bereits politisch aktive Frauen oder Personen aus der örtlichen Gleichstellungsarbeit, der Verwaltung oder aus frauenpolitischen und demokratiefördernden Projekten und Initiativen. Diese Zielgruppen wurden angebotsspezifisch durch die Steuerungsgruppe der Region in Kooperation mit dem Deutschen LandFrauenverband festgelegt.


Themenmodule

Für die Demokratiewerkstätten standen drei Themenmodule zur Auswahl. Entsprechend der regionalen Bedarfe und Wünsche wurde für jede Region das passende Werkstattgespräch entworfen.

Sichtbarkeit von Frauen erhöhen

Im Modul „Sichtbarkeit von Frauen erhöhen“ wurde der Frage nachgegangen, wieso Frauen in der Kommunalpolitik weniger sichtbar bzw. repräsentiert sind und wie dies geändert werden kann. Es wurden traditionelle Rollenbilder und Geschlechterstereotype („Politik ist Männersache“) kritisch beleuchtet, um Frauen darin zu stärken, ihre Kompetenzen und Erfahrungen in der Kommunalpolitik einzubringen. Durch gezielte Trainings sollten Frauen motiviert, empowert und miteinander vernetzt werden, um so ihr politisches Engagement zu fördern und starke Vorbilder sichtbarer zu machen.

Mögliche Veranstaltungen innerhalb des Moduls konnten Trainings zu sicherem und professionellem Auftreten, Körpersprache und Rhetorik oder Workshops sein, die Selbstmarketing und die Nutzung von Social Media oder strategische Vernetzung in der Politik behandeln.

Gute Rahmenbedingungen schaffen

Das Modul „Gute Rahmenbedingungen schaffen“ nahm die verschiedenen Hürden, die Frauen den Einstieg und das Engagement in der Kommunalpolitik erschweren, in den Blick: Arbeits- und Sitzungskultur, Zeitaufwand, Vereinbarkeitsfragen sowie die Nominierungspraxen der Parteien. Ziel war es, ein Problembewusstsein und Veränderungswillen zu schaffen und die verschiedenen Akteur*innen in der Kommunalpolitik in den Austausch zu bringen, um gemeinsam an möglichen Lösungswegen zu arbeiten. So sollten auch strukturelle Veränderungen für mehr Frauen in der Kommunalpolitik angestoßen werden.

Die Umsetzung des Moduls konnte hierbei von einem Austausch der Akteur*innen der örtlichen Kommunalpolitik, Verwaltung und Gleichstellungsarbeit über einen Reflexionsworkshop zu einem konkreten Thema, wie der Parteikultur, bis hin zu Workshops zur Erarbeitung neuer Lösungsideen anhand von Best Practice Beispielen gehen.

Demokratie stärken

Im Modul „Demokratie stärken“ befassten sich die Teilnehmenden mit verschiedenen Formen von Diskriminierung, mit denen politisch aktive Personen konfrontiert sein können: Sexismus und frauenfeindliche Angriffe, Rassismus, Hatespeech und digitale Gewalt. Dabei sollte es auch um demokratiefeindliche und diskriminierende Angriffe von rechts gehen. Ziel des Moduls war es, Handlungsstrategien gegen diskriminierende Angriffe zu erlernen, präventive Maßnahmen zu entwickeln und Netzwerke für eine starke Demokratie aufzubauen.

Beispiele für eine mögliche Umsetzung dieses Moduls waren Argumentations-Workshop gegen rechte Parolen und verbale Anfeindungen, Praxisworkshops zum Umgang mit digitaler Gewalt und Hatespeech, Netzwerkveranstaltungen mit regionalen demokratiefördernden Projekten und Initiativen oder Diversity Trainings.



Auf dem Bild sitzen einige Frauen an einem Tisch in einem Veranstaltungsraum. Sie diskutieren.

Demokratiewerkstatt Oberhavel mit Oranienburg

Etwa 15 Frauen stehen in einem großen Kreis und halten eine Schnur, die sich wie ein Netz aufspannt.

Demokratiewerkstatt Region Hesselberg

Vier Frauen stehen vor einer Flipchart, sie schauen konzentriert.

Demokratiewerkstatt Ennepe-Ruhr-Kreis

Vier Frauen sitzen an einem Gartentisch und schreiben etwas auf Plakate.

Demokratiewerkstatt Region Hesselberg


Ihre Ansprechpartnerin zum Thema Demokratiewerkstatt:

Deutscher LandFrauenverband e. V. (dlv):

Rebekka Rupprecht | Deutscher LandFrauenverband e. V. (dlv)
Email: rupprecht@landfrauen.info
Tel.: 030 2844929-13