Das Aktionsprogramm
Das Aktionsprogramm zielte darauf ab, den Anteil von Frauen in den kommunalen Vertretungen (Stadt- und Gemeinderäte sowie Kreistage) sowie den Anteil der haupt- und ehrenamtlichen Bürgermeisterinnen und Landrätinnen nachhaltig zu erhöhen. Daher nahm es nicht nur die Frauen in den Blick, sondern wollte auch dazu beitragen, strukturelle Veränderungen anzustoßen, welche sich positiv auf die Teilhabe von Frauen und die Akzeptanz und Attraktivität von Kommunalpolitik insgesamt auswirken können. Ein Schwerpunkt lag auf ländlichen Regionen.
Über einen Projektzeitraum von 3 Jahren profitierten die 20 ausgewählten Regionen von zahlreichen Angeboten und einem einmaligen Zuschuss in Höhe von 5.000 € für regionale Aktivitäten.
Begleitet wurde das Projekt von einer regionalen Steuerungsgruppe, bestehend aus beispielsweise Gleichstellungsbeauftragten der Kommunen bzw. Landkreise, Bürgermeister*innen und Landrät*innen, Vertreter*innen von Parteien/Fraktionen vor Ort, regionalen LandFrauen sowie frauenpolitischen Organisationen aus der Region.
Projektträgerin war die EAF Berlin in Kooperation mit dem Deutschen LandFrauenverband (dlv). Das Aktionsprogramm wurde gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).
Was passierte im Programm?
In einem ersten Schritt erarbeitete die Steuerungsgruppe gemeinsam mit der EAF Berlin im Rahmen einer Auftaktveranstaltung in der Region (regionaler Kick-Off) einen Aktionsfahrplan. Dieser Maßnahmenkatalog berücksichtigte die individuellen Besonderheiten und Bedarfe der Region und begleitete das Programm über die gesamte Laufzeit. Für die eigenständige Umsetzung dieser Aktivitäten erhielten die Regionen einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro. Viele umgesetzte Aktionen und Aktivitäten der Regionen finden Sie hier.
Neben dem individuellen Aktionsfahrplan der Region gehörten auch feste Bausteine zum Programm. Allen voran ein Mentoring-Programm, das erfahrene Politiker*innen mit politisch interessierten Frauen zusammenbrachte. Aber auch übergreifende Schwerpunktangebote für Bürgermeisterinnen und eine Demokratiewerkstatt in jeder Region, durchgeführt durch den Deutschen LandFrauenverband, gehörten fest zum Programm.
Abgerundet wurde das Aktionsprogramm durch ein stetiges Rahmenprogramm der EAF Berlin in Form von Newslettern, öffentlichen Fachforen zu fachspezifischen Themen, Sprechstunden zu verschiedenen Anliegen und durch digitale Vernetzungsangebote der Regionen untereinander. Die Begleitung durch die EAF Berlin bot neben dem individuellen Aktionsfahrplan einen Rahmen, um die Ziele des Programms stets im Blick zu behalten und die Projektzeit bestmöglich zu nutzen. Sie stand ebenfalls beratend zur Seite, um strukturelle Veränderungen in der Region anzustoßen.
Die Förder- und Vernetzungsaktivitäten für die ausgewälten Regionen im Überblick:
Durchführung von Werkstattgesprächen für interessierte Frauen, für Kandidatinnen und Mandatsträgerinnen in der Region mit den Zielen des Austausches, der Qualifizierung und der Vernetzung; durchgeführt vom Deutschen LandFrauenverband
Beratung der Region zur Verbesserung der Rahmenbedingungen (z.B. Zeit- und Sitzungskultur, Vereinbarkeit des kommunalpolitischen Amts mit Familie, Prävention vor Übergriffen/Alltagssexismus), unter Einbeziehung der Ergebnisse der Werkstattgespräche
Bundesweite Mentoring- und Qualifizierungsangebote für interessierten Frauen, Kandidatinnen, Amts- und Mandatsträgerinnen über eine digitale Mentoring-Plattform und Bildung von regionalen Mentoring-Tandems
Vernetzungs- und Qualifizierungsangebote spezifisch für Bürgermeisterinnen
Auftakt- und Vernetzungstreffen der beteiligten Regionen
Bundesweite Öffentlichkeitsarbeit.
Was bewirkte die Teilnahme in den Regionen?
Der erste Durchgang des Aktionsprogramms startete im Juni 2022 mit zehn Regionen und endete im Mai 2023. In der zweiten Programmrunde nahmen seit Juni 2023 zehn neue Regionen bis Ende 2024 am Programm teil.
Hier finden Sie einige Zitate zu den bisherigen Erfolgen in den Regionen 2022/23:
